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3. Juni 2026 · Daniel Schatzl · Podcast

Markus Felber, Fuchs Metalltechnik: Wie ein 240 Jahre alter Betrieb KI einführt

Podcast Thumbnail mit Markus Felber und Daniel Schatzl

Markus Felber, Fuchs Metalltechnik: Wie ein 240 Jahre alter Betrieb KI einführt

Untertitel: Was ein Geschäftsführer aus der Metallverarbeitung über KI-Einstieg, Mitarbeitervertrauen und den Unterschied zwischen Hype und echtem Nutzen zu sagen hat.

Gast: Markus Felber, Geschäftsführer (kaufmännisch), Fuchs Metalltechnik GmbH, Ybbsitz (NÖ)

Das lernst du in dieser Folge

  • Wie nutzt ein 50-Mitarbeiter-Betrieb aus der Metallverarbeitung KI konkret im Vertrieb?
  • Warum ist fehlendes Vertrauen in die Technik das eigentliche KI-Problem in KMU, nicht die Jobangst?
  • Was bringt KI bei Marktrecherchen und Lead-Potenzialanalysen wirklich?
  • Wie plant Fuchs Metalltechnik den Einsatz von KI-Agenten im neuen ERP-System?
  • Warum ist Branchenvielfalt der beste Schutz gegen Krisen, und was hat das mit KI zu tun?
  • Wann ist ein KI-Feature in einer Software nur eine Chatfunktion, und wann ist es echter Mehrwert?

Über den Gast

Markus Felber ist seit zehn Jahren Geschäftsführer der Fuchs Metalltechnik GmbH in Ybbsitz in Niederösterreich. Er verantwortet Vertrieb, Einkauf und Finanzen in einem Traditionsunternehmen mit über 240-jähriger Geschichte. Fuchs Metalltechnik stellt Stanz- und Drahtbiegeteile her, beliefert mehr als 20 Branchen in Europa und darüber hinaus, und betreibt einen der vielseitigsten Maschinenparks in Österreich in diesem Segment. Markus hat sich vom Innendienst zum Geschäftsführer hochgearbeitet, war zwischenzeitlich bei zwei Kunden des Unternehmens tätig und ist seit seiner Rückkehr für die strategische Ausrichtung des Betriebs verantwortlich.

Kapitelmarken

  • 00:06 Vorstellung: Wer ist Markus Felber?
  • 02:58 Herausforderungen im kaufmännischen Alltag nach Corona
  • 07:14 Das Unternehmen: Fuchs Metalltechnik, Produkte und Maschinenpark
  • 10:50 Branchenvielfalt als Krisenresistenz
  • 14:26 KI-Einstieg: Seit wann, wie weit, welche Tools?
  • 18:27 Konkrete Use Cases: Marktrecherche und Lead-Analyse im Vertrieb
  • 20:14 ERP-Wechsel und die Frage nach KI-Agenten
  • 22:18 Mitarbeiterakzeptanz: Wer nutzt KI, wer nicht, und warum?
  • 27:05 Messbare Verbesserungen: Ehrliche Antwort eines Praktikers
  • 29:24 Zukunftsprojekt: KI in der Produktionsfeinplanung
  • 30:19 Regulierung, Chance oder Risiko, und die Gretchenfrage: Hype oder Impact?

Key Takeaways

KI im Vertrieb ist der realistischste Einstieg für produzierende KMU. Fuchs Metalltechnik nutzt KI standardisiert für Marktrecherchen, Marktbeurteilungen und Lead-Potenzialanalysen. Das ist kein Pilotprojekt mehr, sondern tägliche Praxis. Genau dort sollten Betriebe anfangen: wo der Output sofort verwertbar ist.

Das eigentliche Problem ist nicht Jobangst, sondern fehlendes Vertrauen in die Technik. Markus bringt es auf den Punkt: Mitarbeiter fragen sich, was passiert, wenn ich etwas reinschreibe, und was kommt dabei raus. Wer das nicht aktiv adressiert, wird KI nie über den Geschäftsführer-Laptop hinausbringen.

KI-Features in Software sind oft nur Chatfunktionen. Markus hat es selbst erlebt: Ein ERP-System wurde mit KI-Unterstützung beworben, dahinter steckte eine einfache Chatfunktion für Support-Anfragen. Das ist zu wenig. Echter Mehrwert entsteht, wenn KI Tätigkeiten abnimmt, nicht nur Antworten gibt.

Branchenvielfalt ist Resilienz, und das gilt auch für die KI-Strategie. Wer in 20 Branchen liefert, ist krisenresistenter als jemand, der nur in eine Branche liefert. Wer KI in mehreren Bereichen einsetzt, ist nicht von einem einzigen Use Case abhängig. Beide Prinzipien folgen derselben Logik.

Produktionsfeinplanung mit KI ist das nächste realistische Projekt. Der Rhythmuskalender, der manuell gepflegt wird und Kapazitäten für Kunden reserviert, ist ein klassischer Fall für KI-Unterstützung. Nicht weil es cool klingt, sondern weil der manuelle Aufwand konkret messbar ist.

Erwähnte Tools & Ressourcen

  • Microsoft Copilot (Business): Wird bei Fuchs Metalltechnik im Vertrieb eingesetzt, unter anderem für Recherchen und die Aufbereitung von Informationen.
  • ChatGPT (Business-Version): Ebenfalls im Einsatz, auch als Sparringspartner im Gespräch, zum Beispiel während längerer Autofahrten über die Sprachfunktion.

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